Welpen sind oft ein quirlige Mischung aus Unschuld und Energie. Zu den häufigsten Fragen, die sich neue Hundebesitzer stellen, gehört: Wie kann ich meinem Welpen ideal Grenzen setzen und ihm Verhaltensregeln beibringen? Anstatt auf Leckerlis oder Bestrafung zurückzugreifen, empfehlen Experten die Fünf-Minuten-Regel, die nicht nur das Verhalten des Hundes formt, sondern auch eine tiefere Bindung zwischen Mensch und Tier fördert.
Die verrückten fünf Minuten – Ein ganz normales Verhalten
Es geschieht plötzlich und unerwartet: der Welpe stürzt mit rasender Geschwindigkeit durch die Wohnung, als ob er plötzlich von einer unsichtbaren Kraft ergriffen wurde. Diese Phase, oft als die „verrückten fünf Minuten“ bezeichnet, ist nicht übertrieben und kein Zeichen für ein problematisches Verhalten. Tierärztin Dr. Astrid Schubert erklärt, dass dieses Verhalten in der Wachstumsphase normal ist, da Welpen ihre angeborenen Fähigkeiten im Spiel erproben. Es handelt sich um Instinktverhalten, das in einem Spielumfeld erlernt wird und dann, ohne äußeren Einfluss, auch im Wohnzimmer ausbricht.
Die Ursachen hinter dem Verhalten
Welpen sind von Natur aus verspielt und haben starke instinktive Triebe, die sich in Phasen hoher Energie entladen. Oft werden diese „verrückten fünf Minuten“ durch Langeweile oder mangelnde Bewegung ausgelöst. Es ist wichtig, die Bedürfnissen des Welpen zu erkennen und sein Verhalten angemessen zu lenken. Andernfalls können unerwünschte Verhaltensweisen wie Kauen oder Stören von Kindern auftreten, da tiefere Bedürfnisse nicht erfüllt werden.
Die Fünf-Minuten-Regel – Eine negative Verstärkung vermeiden
Die Fünf-Minuten-Regel sieht vor, dass für jede Lebenswoche des Welpen fünf Minuten Bewegung in einem kontinuierlichen Training berücksichtigt werden sollten. Ein 15 Wochen alter Welpe benötigt demnach kurze, aber häufige Auslauffasen, um seinen natürlichen Bewegungsdrang zu stillen. Statt strengen Regeln, die das Spiel oder die Bewegung einschränken, sollte der Fokus auf positiver Verstärkung liegen. Dies stärkt die Bindung und Ihr Verständnis füreinander. Aktivität im Freien, sei es ein Ballwurf oder spielerisches Jagen, ist eine hervorragende Möglichkeit, solche Energien zu kanalisieren.
Tipps für die richtige Auslastung
- Kurze, aber häufige Spaziergänge: mehreren Male für 10-15 Minuten.
- Fördern Sie spielerisches Verhalten: Nutzen Sie Spielzeuge, die die Neugier Ihres Welpen anregen.
- Einrichten von Spielbereichen: Schaffen Sie Bereiche, wo Ihr Welpe sicher toben kann.
- Welpenspielstunden: Melden Sie sich an einem örtlichen Hundetraining an, um soziale Interaktionen zu fördern.
Verhaltensregeln für die Hundehaltung
Ein erfolgreiches Hundetraining erfordert Geduld und Verständnis. Akzeptieren Sie die verrückten fünf Minuten als ganz normal und lachen Sie darüber, während Sie Ihren Welpen beobachten. Diese Phase geht vorüber, und stattdessen wird Ihr Welpe viele positive Verhaltensweisen und Regeln im Spiel lernen. Ihre Konsequenz und die Freude an der gemeinsamen Zeit sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Hundeerziehung.



